Projekt Dunkelkammer

Auch wenn es sich total bescheuert anhört… aber Fotos selbst in der eigenen Dunkelkammer vergrößern & entwickeln verspricht großen Spaß. Zuletzt habe ich das in der 6. oder 7. Klasse gemacht. Lang, lang ist’s her.

In der Schule war es wahnsinnig aufregend: In der Dunkelkammer mit Rotlicht, komischen Geräten und Papier, dass vor normalen Licht geschützt werden musste. Dann wurde das Bild auf Papier projiziert, durch 3 Bäder gezogen und fertig war das Bild. Irre. Vorher musste das Papier natürlich noch passend belichtet werden. Das haben wir damals als Schüler natürlich mit einer umgebauten Keksdose gemacht.

Meine bessere Hälfte und ich sind der Meinung: Wir müssen wieder mal selbst entwickeln!

Ich habe in den letzten 4 Wochen das dafür notwendige Equipment in den Kleinanzeigen eingesammelt (alles zu kleinen Preisen) und habe jetzt für knapp 130 EUR fast alles zusammen. Am meisten habe ich für die Vergrößerer bezahlen müssen: Neben dem Vergrößerer für Mittelformat habe ich auch noch einen 35mm Kleinbildformat gekauft (Sicher: Es gibt auch Geräte, die beides können: Ich habe nur keinen gefunden). Und 25 und 30 EUR sind jetzt nicht übertrieben viel (btw: wer noch einen 35mm Vergrößerer haben möchte: Ich habe noch einen günstig abzugeben).

Aktuell fehlt mir noch das A1 Schutzlicht welches bei Amazon 30,- EUR kosten soll (Hallo? Dreissig Euronen für rotes Licht?).  Aber es hilft ja nix.

Ich bin gespannt, ob wir den Ablauf richtig hinbekommen. Den eigentlich Rollfilm zu entwickeln stell ich mir noch am einfachsten vor. Allerdings wird der 1. Film ganz sicherlich nicht ein Film mit wichtigen Bildern 😉

Was mich besonders interessiert ist: Was ist da eigentlich in der Chemie drin? Warum erscheint da ein Bild auf dem Fotopapier und womit ist das Beschichtet. Das wird auf jeden Fall genau so spannend, wie das 1. Bild zu entwickeln.

Ab der nächsten Woche stelle ich hier die dafür notwendigen Geräte und Zubehör vor. Das Thema Chemie und wie funktioniert Fotopapier wird noch ein wenig Zeit brauchen 😉

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2 Kommentare bei „Projekt Dunkelkammer“

  1. Hey!

    Wenn du Interesse hast, kann ich dir gerne meine Seminararbeit schicken 😉 Ich hab‘ knapp 15 Seiten über die SW-Entwicklung geschrieben und erklärt wie man einen Film entwickelt und dabei auch erklärt was genau auf chemischer Ebene passiert 🙂 Ich hab‘ mir das Wissen dazu im Laufe eines Jahres selbst beigebracht und mich mit verschiedenen Quellen über die Hintergründe auseinander gesetzt.
    Sie wäre vllt wert mal ein Auge reinzuwerfen 🙂 Vllt kannst du mir sogar eigene Erfahrungen im Entwickeln schreiben 🙂

    Für die Arbeit im Labor hab‘ ich hauptsächlich eine Canon T50 mit Illford HP5 Plus Filmen genommen. Jetzt versuche ich aber in der Zeit etwas zurück zu gehen und fotografiere abwechselnd mit einer Agfa Synchro Box, einer Agfa Clack und einer Agfa Billy Record, würde mir aber auch eine Kamera wie deine Yashica wünschen 😀

    Schöne Grüße!

    -Sebi

    1. ja gerne 🙂 Hast Du was von Dir online? Dann würde ich darauf verlinken 🙂

      Viele Grüße
      Rene

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