Mein Workflow um Fotos einer Veranstaltung bereitzustellen

Wer kennt es nicht: Man wird gefragt, ob man eine Veranstaltung Fotos machen könnte. Kurz vor Ende bekommt man dann noch freundlich gesagt: Toll wäre, wenn die Bilder um morgen früh um 8 Uhr in meiner Mailbox liegen. Jetzt heißt es: keep calm! Hier mein mehrfach getesteter und für gut befundener Workflow um schnell und effektiv Bilder für Veranstaltungen aller Art bereitzustellen.

Es gibt ein paar Variablen, die ich (und andere) besonders hassen: Mischlicht und/oder dunkle Konferenzräume. Manch einer mag jetzt sagen: „Mir doch egal, ich blitze – komme was wolle! Ich brauche Licht!“.

Ich gebe ganz offen zu: Ich Fotografiere vielfach schmerzlos mit ISO 8000 wenn’s etwas dunkler wird und dann mit fast komplett offener Blende.

Jetzt wird man meinen: „Jaaahaaaa…. aber dann werden die Bilder doch so körnig!?!?!“

Na. Und? Das ist mein stilistisches Element. Das sind meine Bilder und ich finde das Gut. Und wer sagt, dass man mit körnigen Bildern nichts anfangen kann? Genau.

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Die letzten beiden Veranstaltungen, die ich fotografierte, waren der Open Space Stammtisch und der Social Media Club Hamburg. Beim Open Space Stammtisch sind die Bilder wirklich körnig geworden. Das war mir aber schon beim fotografieren klar. Daher entschied ich mich die Bilder in schwarz/weiß und mit einem hohen Kontrast (Filter) zu entwickeln.

Wie komme ich nun zu einer Bildauswahl?

Ich nutze Adobe Lightroom. Es gibt bestimmt hundert andere ähnlich geartete Tools die womöglich ein klitzekleines bisschen schneller importieren. Sei’s drum. Lightroom macht all das was ich für meine Arbeit brauche.

Der Import der Bilder ist (nach dem ich mir einen Tee gekocht habe) durch und ich beginnt mit dem aussortieren. Dieses passiert bei mit dem den Tasten P (Auswählen) und X (Ablehnen). So gehe ich einmal kurz durch die Bilder und Filtere am Ende nur nach den Bildern, die ausgewählt habe. Dieses Vorgehen reduziert meine Bildmenge schon mal um 30-40%.

Im nächsten Durchgang bekommen die vorausgewählten Bilder 3 oder 4 Punkte. Es folgt wieder ein Filter auf >=4 Punkte und eine letzte Runde Punkte Runde mit 3 oder 5 Punkten.

Ich versuche nicht mehr als 30 oder 40 Bilder pro Veranstaltung zu exportieren. Für die finale Auswahl setze ich den Filter dann meist auf erst auf 4 und dann anschließend auf 5. Ich entscheide dann nachträglich ob und welche Bilder dann doch noch rausfliegen.

Nun gehe ich noch mal durch die Bilder und setze passende Ausschnitte oder korrigiere hier und da ein wenig. Tolle Portraits bekommen auch schon mal einen kleine Weichzeichnung und die eine oder andere Stelle aufgehübscht 😉

Ach ja; Filter. Ich nutze Filter gerne. Dass ich immer ein und den selben Filter nutze kann ich nicht bestätigen. Häufig erstelle ich mir selber einen Filter, dabei sind immer starke Kontraste. Gerne auch mal schwarz/weiß.

Meine Bildauswahl steht in der Regel nach 20 Minuten.

Wie lange braucht ihr? Wo verbrennt ihr am meisten Zeit? Schreibt mir eure Erfahrungen gerne in die Kommentare.

 

 

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