Dunkelkammer: Die ersten Bilder sind entwickelt.

Die ersten Bilder aus der eigenen Dunkelkammer

Stark. Letzte Woche habe ich zusammen mit meiner Freundin die ersten Entwicklungsversuche gemacht. Es ist schon irre, wenn man auf einmal Konturen auf einem an sich weißen Blatt sieht.

Eigentlich wollte ich hier ja erst die alle Teile etwas genauer beschreiben und erklären. Allerdings muss ich zugeben, dass ich ganz dringend entwickeln wollte 🙂 Ich habe alle Teile bei Ebay oder in den Kleinanzeigen erstanden… daher hatte ich ehrlich gesagt wenig Hoffnung, dass es überhaupt beim ersten Versuch klappt.

Getreu dem Motto: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt haben wir alle wichtigen Teile im Badezimmer aufgebaut. Keine sooo gute Idee, wie sich hinterher rausstellte… dazu später dann mehr. Das Badezimmer war an sich schon recht dunkel; kein Fenster dafür allerdings eine recht undichte Tür. Wir haben eine wenig Stoff benutzt und schon war’s ausreichend Dunkel.

Die Chemie habe ich vorher in der Küche angesetzt. Man munkelt ja, dass die Temperatur wichtig sei… Ich bin da nicht so genau; ich habe das destillierte Wasser genommen und entsprechend im korrekten Verhältnis gemischt. Zack-Bum.

Dann ging’s los: Rotlicht an; Fotopapier aus der Schachtel und passend positioniert…. dann die Frage: WIE lange belichten wir denn nun? Wir haben uns für 3 Sekunden entschieden und ehrlich gesagt auch nicht 100% darauf wert gelegt, dass das Bild korrekt und vollständig belichtet wurde. Uns ging es erstmal darum zu testen, ob alles funktioniert.

Die Chemie war ja schon etwas betagter und gab für den Entwickler 30-40 Sekunden vor. DAS hat definitiv nicht gereicht. Wir haben das Bild 90-110 Sekunden im Entwickler gelassen bis wir überhaupt etwas sehen konnten.

Dann noch mal für 30 Sekunden in’s Stopp-Badm dann in’s Fixierbad und abschließend ausreichend Wässern.  Die Bilder sind dann natürlich klatsch nass und müssen einige Zeit an der Leine trocknen. Ich habe zum Glück eine Bildpresse erstanden, die 8-12 Fotos auf einmal trocken kann. So werden die Bilder super glatt und nicht wellig.

Die genutzte Chemie haben wir nach unser Session wieder in Lichtdichten Behälter gefüllt. Das Fotopapier war teilweise nicht mehr zu gebrauchen; hier und da sieht man deutliche Fehler auf dem Papier. Glücklicher Weise hat niemand das Papier vorher mal ausgepackt *g Auch das gibt’s. Neues Papier ist schon bestellt. Dann werden wir auch auf die korrekte und  vollständige Belichtung des Papiers achten.

Ach ja; falls ihr selbst einen Dunkelkammer einrichten wollt: Achtet bitte auf einen Belüftung. Die Chemie dünstet schon ein wenig aus und riecht unangenehm. Vielleicht lag es aber auch unserer nicht ganz taufrischen Chemie.

Wie dem auch sei: Hier die ersten drei Bilder 🙂

Die ersten Bilder aus der eigenen Dunkelkammer
Die ersten Bilder aus der eigenen Dunkelkammer Oben links: Drawehnertorstrasse in Hitzacker Oben rechts: Hausboot „Arche“ auf der Jeetzel in Hitzacker Unten: Werkstatt der Rollerambulanz in St.Pauli

 

 

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